Digitalisierung, Innovation, Digitaler Zwilling

Industry 4.0: Der digitale Zwilling und die Verwaltungsschale als Herzstück

Der Digitale Zwilling nimmt, im Kontext von Industrie 4.0, eine zentrale Rolle in der Digitalisierungsstrategie ein. Wichtige Bausteine zum Gelingen stellen Interoperabilität und Standardisierung dar. Das Konzept der Verwaltungsschalen kann bei der Umsetzung ein interessanter Ansatz sein. Trotzdem sind noch einige Hürden zu nehmen.

Michael Kopf
Michael Kopf
30.04.2021

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Auf der Hannovermesse ´21 wurde jüngst durch Vertreter der IDTA, VDMI und ZVEI die Bedeutung des digitalen Zwillings für Industrie 4.0 und der damit verbundenen Konzepte rund um die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell) erneut betont. Der Erfolg wird nur durch globale Akzeptanz erreicht. Ein wichtiger Schritt dazu ist der Ausbau zum internationalen Standard. Mit dem Anstoß zur IEC Normreihe IEC/TC65 WG 24 IEC 63278-1 ED1 „Asset administration shell for industrial applications – Part 1: Administration shell structure“ wurden die Weichen gestellt. Getragen durch die Plattform Industrie 4.0 und mit Momentum durch die IDTA (Industrial Digital Twin Association) ausgestattet, sollen Verwaltungsschalen Einzug in die Wertschöpfungsnetzwerke produzierender Unternehmen halten.
Obgleich es Leuchtturm Projekte gibt und durch eine Open-Source Initiative bereits Komponenten zur Umsetzung des Verwaltungsschalenkonzepts entwickelt wurden und – gemäß Bestätigung des Vorsitzenden der IDTA auf der Hannovermesse – weiter entwickelt werden, ist der digitale Zwilling für viele ein herausforderndes und visionäres Unterfangen.

 

Auf dem Weg zum digitalen Abbild physischer Teile und smarter I4.0-Komponenten liegen verschiedene Etappen (Abb. 1). Individuelle Use-Cases und neue Geschäftsmodelle, bestimmt durch Machbarkeit, Wünschbarkeit und Wirtschaftlichkeit, prägen die Herangehensweise und Priorisierung. So steht die Interaktion zwischen Mensch und Maschine genauso im Fokus, wie die Kommunikation von Maschine zu Maschine. Zusammen mit der Referenzarchitektur RAMI 4.0 sind erfolgreiche Umsetzungen bereits machbar. Auf der Hannovermesse wurden einige Use-Cases und exemplarische Lösungen gezeigt. Der Weg zum digitalen Zwilling wird so gleichzeitig ein Enabler für Innovation und Evolution.

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Abb.1: Etappen auf dem Weg zum digitalen Zwilling

 

Befeuert durch neue Technologien, Machine-Learning und künstliche Intelligenz erhalten die digitalen Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einen ganz neuen Stellenwert – die Daten sind das neue Gold und dienen auch als Währung im Konzept der Verwaltungsschalen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Heben dieses Datenschatzes – das Verfügbarmachen und der sichere und flexible Umgang mit Daten – jedoch bereits eine erste Hürde darstellen kann.
Um die Etappen zum digitalen Zwilling zu erreichen, gilt es viele Herausforderungen zu meistern. Einige Herausforderungen gehören zu unseren Paradedisziplinen (Abb. 2). Rund um Cloud, Edge, IoT, hybride Lösungen, Entwerfen & Etablieren von Datenplattformen, Identifizieren & Auflösen von Datensilos und Entwerfen & Umsetzen erweiterbarer Architekturen fühlen wir uns als conplement sehr wohl. – Kein Wunder also, dass wir in diesem Umfeld gerne an der Seite unserer Kunden stehen, um diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

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Abb.2: Paradedisziplinen der conplement AG im Kontext von "Smart Connected Processes"

Das Konzept der Verwaltungsschalen halte ich im Kontext des Digital Twin für relevant, spannend und unbedingt einen Blick Wert – im Rahmen von Industrie 4.0 und darüber hinaus. Mein White Paper zu unserer Einschätzung und Vorgehensweise zum Digital Twin ist soeben erschienen und kann hier bezogen werden: Whitepaper "Der Digitale Zwilling - von der Vision zur Realität".

Bei welchen Herausforderungen dürfen wir Ihr Unternehmen unterstützen?

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Ihr Michael Kopf

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